Zu aller Überraschung hat die Raspberry Pi Foundation diese Woche den neuen Raspberry Pi 4B präsentiert.

Erstmals gibt es nun 3 Ausstattungsvarianten mit 1GB, 2GB oder 4GB RAM. Allerdings gibt es Gerüchte und Hinweise das es noch eine 8GB Variante geben wird. Zumindest wird darüber spekuliert, da in dem neuen Pi beiligenden, offiziellen „Safety and User Guide“ eine 8GB Variante aufgeführt wird. Ob dem dann wirklich so ist, wird noch abzuwarten sein.

Raspberry Pi 4B 1GB & 4GB

Technisch macht der Pi 4B diesmal auf jeden Fall einen deutlichen Sprung. Den Anfang macht die Quadcore CPU. Dort wechselt man vom Cortex-A53 auf Cortex-A72. Der Takt wird leicht auf 1.5 Ghz.

Auch die GPU wurde aufgewertet von VideoCore IV auf VideoCore VI und damit auf OpenGL-ES 3.0 4K. Daraus resultiert das der Pi nun 4K beherrscht, 2 micro HDMI Anschlüsse bekommen hat und 2x 4K Dual Display unterstützt.

Beim Arbeitsspeicher ist der Pi 4 nun mit 1GB, 2GB oder 4GB LPDDR4 für ~35, ~45 bzw. ~55 Euro zu haben. Inwiefern noch eine 8GB Variante dazu kommt ist aktuell nicht klar und bei welchen Projekten von mehr RAM profitiert werden kann. Ich denke in erster Linie könnte man ggf. darüber nachdenken mehrere Pi zusammenzuführen und/oder etwas mit Docker zu lösen.

Neben dem RAM waren aus der Community auch oft Rufe nach USB 3.0 und Gigabit Ethernet groß. Auch diese Punkte wurden umgesetzt, so dass der Pi 4 B nun zwei USB 2.0 und zwei USB 3.0 Anschlüsse besitzt. Der Pi 3B+ hatte zwar schon Gigabit, war aber bisher noch über USB 2.0 angebunden. Dadurch erreichte der 3B+ „nur“ ~300 Mbit/s. Beim neuen Pi 4B wurde der LAN Port nun direkt an den SoC angebunden. Allerdings musste dadurch der Anschluss auf die andere Seite neben die USB Anschlüsse wandern. Ein SATA Port fehlt allerdings weiterhin.RPi 4B

Des weiteren wurde der WLAN Chip aktualisiert. Nun verrichtet der Broadcom BCM54213PE seinen Dienst und unterstützt wie bisher 2.4 Ghz und 5 Ghz WLAN und die Standards b/g/n/ac.

Bluetooth wurde erneut angehoben auf Version 5.0 LE.

Die letzte, aber mit eine der gravierendsten Änderungen ist die Stromversorgung. Von micro USB wurde nun auf USB-C gewechselt. Das hängt mit dem höheren Stromverbrauch zusammen, der jetzt bei 5.1V und 3A liegt.

Die Abmessungen und die weiteren Anschlüsse wie CSI, DSI, GPIO etc. bleiben wie gehabt.


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