UDM Pro – PPPoE mit der Telekom einrichten

Bevor ich nun hier auf die PPPoE Einstellungen eingehen ein wichtiger Hinweis!
Nach meinem aktuellen Stand gibt es kein Gerät von Ubiquiti, das ein (DSL) Modem inkludiert hat. Das bedeutet, wenn man die Einwahl von in meinem Fall der UDM Pro machen lassen will, benötigt man am WAN Port der UDM ein Modem oder ein Router der im „Bridge-Mode“ betrieben wird. Eine (V)DSL FritzBox (73xx, 74xx, 75xx) kann das nicht. Es gibt wohl laut einiger Forenbeiträge die ich gelesen habe bei manchen Kabel FritzBox die Möglichkeit vom Provider den Bridge-Mode aktivieren zu lassen.

An einem Telekom (V)DSL Anschluss empfehle ich ganz klar die Speedport Smart 3/4 zu verwenden. Diese lassen sich über das Webinterface in den Bridge-Mode schalten und haben ein richtig gutes Modem verbaut. Zudem hat man dann für gewöhnlich im Störungsfall weniger Probleme mit dem Telekom Support wenn das Endgerät von denen selbst ist.

Alternativ verwenden viele Ubiquiti Nutzer (zumindest in Deutschland) häufig die DrayTek Vigor Modems (165/166/167). Es sollte aber auch mit jedem anderen reinen DSL Modem gehen.

PPPoE auf der UDM Pro einrichten

Zunächst müssen wir im Network Controller auf der UDM in die „Settings“ und dort auf „Internet“. Hier legt ihr eine neue Internetverbindung an.

Der Name der Verbindung kann frei gewählt werden. Achtet nur auf den richtigen Port, da die UDM Pro mit zwei WAN Ports ausgestattet ist. Ein RJ45 Stecker und einer über SFP+. Die „Expected ISP Speeds“ sollte man auf die Werte stellen die laut Vertrag erreicht werden können. In meinem Fall wäre das 175/40, da ich aber deutlich über die 175 komme (meistens so 200-210) und auch im Upload bei 44-48 drüber liegen habe ich hier 250/50 eingetragen. Die Werte dienen aber nur der Auslastungsanzeige der Internetverbindung im Dashboard.

Ein wichtiger Punkt ist die „VLAN ID“. Hier sollte die „7“ eingetragen werden. Das ist bei eigentlich allen (V)DSL Anbietern der Fall, außer vielleicht bei kleinen lokalen Providern. Im Zweifel mal Google bemühen oder den Provider fragen.

Die Punkte „QoS Tag“, „MAC Address Clone“, „Smart Queues“ könnt ihr getrost ignorieren und bei „DNS Server“ entweder die Option „Auto“ (DNS Server werden vom Provider mitgeteilt) lassen oder DNS Server eurer Wahl eintragen wie ich zum Beispiel Cloudflare (1.1.1.1) und/oder openDNS (208.69.38.205).

Die „IPv4 Connection“ wird auf „PPPoE“ gestellt. Darunter werden die Zugangsdaten eingetragen die ihr per Post von der Telekom erhalten habt.
Der Benutzername setzt sich dabei wie folgt zusammen: „Anschlusskennung“+“Zugangsnummer“+“#“+“0001″+“@t-online.de“
Falls es mit Raute (#) nicht klappt, lasst die mal weg und probiert es ohne.
Beispiel: 0021234567890228181818#0001@t-online.de

Damit ihr auch eine IPv6 Adresse erhaltet müsst ihr hier noch auf „DHCPv6“ stellen und bei der Telekom die „Prefix Delegation Size“ die „56“ eintragen. Die Zahl kann bei anderen Anbietern variieren und muss im Zweifel erfragt werden.

Anbei noch ein Screenshot wie das dann bei mir fertig aussieht.
UDM-Pro PPPoE Telekom

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